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Ein Tag als Legionär ...

Die Sonne scheint auf das Deck des 21 m langen und 2,80 m breiten römischen Flusskriegsschiffes, die 26 Ruderblätter tauchen aus dem dunkelgrünen Wasser, ein Pfiff und mit einem kurzen ,,Platsch“ verschwinden sie wieder im kühlen Nass. Schweiß vermischt mit Sonnencreme tropft auf die Ruderbänke des originalgetreuen Nachbaus eines Römerschiffes aus der Spätantike. Die 25 Schülerinnen und Schüler und ihr Lehrer spüren, wie das schlanke Gefährt durch die Kraft ihrer Muskeln durch das Wasser pflügt. Angeleitet werden sie dabei von zwei erfahrenen Mitarbeitern des Projekts ,,navis lusoria“ der Universität Regensburg. Mit Hilfe deren Kommandos erfahren die tirones (junge Rekruten) des Ostendorfer Gymnasiums, wie diszipliniert und effektiv eine römische Ruderschiffbesatzung damals zu Werke ging, um die Grenzen des ,,nassen Limes“ zu schützen. Was waren die Aufgaben einer solchen Patroullie? Welche Ausrüstung hatten sie? Wie waren ihre Bezahlung und Aufstiegsmöglichkeiten? Antworten auf diese und andere Fragen erhielten die wackeren Ruderer zwischen aufregenden Wendemanövern, Schleichfahrten und einem rasanten Sprint. Bereits zum zweiten Mal durften die Lateiner der 6. Jahrgangsstufe zu diesem ,,außerschulischen Lernort“ nach Mariaort bei Regensburg reisen, um in den Alltag eines römischen Grenzschützers aus dem 2.Jh. n. Chr. hineinzuschnuppern. Neben einem Crashkurs im Rudern erfuhren die Kinder von einem ,,echten Legionär“, was es heißt, in der römischen Armee zu dienen: 45kg Marschgepäck und Ausrüstung, Tagesmärsche von 30 Kilometern und mehr, aber gute Verpflegung und beste medizinische Versorgung. Auch die einzelnen Gegenstände der Hightech-Rüstung eines Legionärs wurden vom Mitarbeiter des Lehrstuhls für Alte Geschichte erklärt und deren Funktionsweise eindrucksvoll demonstriert. Mit reicher Erfahrung beladen und bester Laune traten die 50 Schülerinnen und Schüler und 2 Lehrer dann die Heimreise an.

Schließlich sei an dieser Stelle noch dankend der Förderverein des OG genannt, der durch einen großzügigen Zuschuss ganz wesentlich zur Finanzierung dieses Projekts beigetragen hat. Herzlichen Dank dafür!


StR Christopher Fürst

Fachschaftsleiter Latein










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