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„Fraktionszwang“, „Hammelsprung“ und vom „Wesen eines Kompromisses“ – Ein Besuch voller politischer Impulse und engagierter Diskussionen

Ein besonderer Besuch am Ostendorfer-Gymnasium: Eine ehemalige Schülerin, die hier 1992 ihr Abitur abgelegt hatte, kehrte am 29. April 2026 nun ein weiteres Mal als Abgeordnete für die CSU im Deutschen Bundestag zurück an ihre alte Schule. Susanne Hierl sprach mit Schülerinnen und Schülern der 10. Jahrgangsstufe über ihren Arbeitsalltag in Berlin – und stellte sich den zahlreichen Fragen der Jugendlichen zu ihrem Arbeitsalltag und zu aktuellen politischen Themen.

Schnell entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch. Die Jugendlichen zeigten großes Interesse an außen- und sicherheitspolitischen Fragen. Besonders die aktuelle rechtliche Lage zum Thema Gewalt gegen Frauen, die Wehrpflicht und im Land spürbare Politikverdrossenheit waren große Themen. Frau Hierl beantwortete alle Fragen geduldig und zeigte großes Interesse an den Themen, die die Jugendlichen bewegen.

Natürlich wollten die Schülerinnen und Schüler auch mehr über die Person hinter dem politischen Amt erfahren. „Warum sind Sie zur Politik gegangen?“ oder „Wie haben Sie sich für eine Partei entschieden?“ lauteten einige der persönlichen Fragen. Die Abgeordnete erzählte offen von ihrem Werdegang, den Anfängen ihres politischen Engagements und den prägenden Erlebnissen Ihrer Jugend.

Zum Schluss schlug die Politikerin durchaus ernstere Töne an. Sie berichtete von Gewalt gegen Politikerinnen und Politiker verschiedenster Parteien und richtete einen eindringlichen Appell an die Jugendlichen: „Demokratie ist sicherlich nicht immer der einfachste Weg und es ist anstrengend, sich für sie einzusetzen, aber sie ist die beste Staatsform, die wir kennen, und sie ist es wert, dass man für sie kämpft.“ Sie forderte die jungen Menschen auf, sich politisch einzubringen – sei es in Parteien, Jugendorganisationen oder Vereinen. „Demokratie lebt vom Mitmachen“, betonte sie.

Der Besuch endete mit langanhaltendem Applaus – und dem Gefühl, dass politisches Engagement für die Schülerinnen und Schülern kein Fremdwort ist.

StRin Christiane Busch


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